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Haarausfall durch Chemotherapie

Kurze Zusammenfassung

Bei verschiedenen Krebserkrankungen, vor allem bei Brustkrebs, stellt eine Chemotherapie eine lebensrettende beziehungsweise –verlängernde Behandlung dar. Leider hat sie in sehr vielen Fällen einen unerwünschten Nebeneffekt: Vorübergehenden Haarausfall. Die Körperbehaarung beginnt in der Regel ungefähr 5 Monate nach der Ersten Chemotherapie wieder zu wachsen. Der Haarverlust bedeutet insbesondere für Frauen eine große psychische Belastung. Diese lässt sich besser bewältigen, wenn sich Betroffene frühzeitig mit dem Haarausfall auseinandersetzen. Dabei sollte auch überlegt werden, ob Frauen ihrer Umwelt mit einer Kopfbedeckung oder eine Perücke begegnen möchten.

Die richtige Vorbereitung auf die Chemotherapie

Im Rahmen einer chemotherapeutischen Behandlung kommen unterschiedliche Zytostatika zum Einsatz. Nicht jedes dieser Medikamente bewirkt einen Haarausfall. Aus diesem Grund sollten Patientinnen rechtzeitig mit ihrem behandelnden Arzt besprechen, ob die ausgewählten Zytostatika voraussichtlich den Verlust der Kopfbehaarung zur Folge haben. In der Regel können erfahrene Ärzte die Wahrscheinlichkeit des Haarausfalls realistisch einschätzen.

Es ist empfehlenswert, schon vor der Therapie und später während der Behandlung. ausschließlich Bürsten mit sehr weichen Borsten und milde Shampoos zu verwenden. Dies schont die empfindliche Kopfhaut. Vielleicht kommt für Sie auch das Scalp Cooling in Frage. Dabei handelt es sich um ein relativ neues Verfahren. Durch das Tragen von Kältekappen während der Chemotherapie kann der Haarausfall zumindest teilweise verhindert werden. Die Kosten dafür betragen bis zu 2.000 Euro und müssen regelmäßig selbst getragen werden, da keine Kostenübernahme durch die Krankenkasse stattfindet.

Eine Perücke auswählen

Vor Behandlungsbeginn sollte auch die Frage geklärt werden, ob der Haarausfall durch eine Perücke oder eine Kopfbedeckung in Form von Kappen, Hüten, Mützen oder Kopftüchern kaschiert werden soll. Falls Sie sich für eine Perücke entscheiden, stellt das Perückengeschäft Wellkamm in Düsseldorf eine erste Adresse dar. Hier können Sie jederzeit einen Termin vereinbaren, um sich ausführlich beraten zu lassen.

Wir stellen Ihnen gerne Zweitfrisuren vor, die hervorragend zu Ihnen passen. Prinzipiell haben Sie dabei die Wahl zwischen Perücken, die Ihrer ursprünglichen Frisur gleichen, und Modellen für eine spannende Typveränderung. Wenn Sie frühzeitig, vor dem Beginn der Therapie zu uns kommen, können Sie Ihre Zweitfrisur in aller Ruhe und ohne Zeitdruck aussuchen. Außerdem ermöglicht es uns, Ihnen Perücken zu präsentieren, deren Material Ihrem natürlichen Haar von der Farbe und Beschaffenheit her zum Verwechseln ähnelt.

Alternativen zur Perücke

Heute entscheiden sich viele Patientinnen dafür, ihren Haarverlust offen zu zeigen. Auch Tücher, Mützen oder Hüte stellen eine beliebte Lösung für die Behandlungszeit dar. Denkbar ist auch ein Wechsel zwischen Perücke und Kopfbedeckung dar. Es kommt entscheidend darauf an, dass Sie sich in der Zeit während und nach der Chemotherapie wohl fühlen.

Eventuell fällt es Ihnen schwer, diese Entscheidung zu treffen. Internet-Foren, auf denen sich Betroffene austauschen, können Ihnen in dieser Situation weiterhelfen und Mut machen.

 

Die Kosten für eine Perücke

In unserem Düsseldorfer Ladengeschäft führen wir Perücken in einer vielfältigen Auswahl. Die Modelle unterscheiden sich im Hinblick auf ihr Material, Kunsthaar und Echthaar, sowie die Machart und Länge. Diese Faktoren bestimmen den Preis einer Perücke, sie liegen regelmäßig zwischen knapp 200 und 3.000 Euro.

Diese Kosten müssen Sie jedoch als Krebspatientin nicht alleine tragen. Denn sie sind als vom Arzt verordnete medizinische Hilfsmittel im Verzeichnis des GKV-Spitzenverbandes enthalten. Aus diesem Grund haben Sie Anspruch auf eine Kostenübernahme. Diese Regelung gilt auch für Kinder. Bei Männern ist dies grundsätzlich nicht der Fall. Es existieren jedoch Ausnahmen, zum Beispiel bei starken Veränderungen der Kopfhaut, die zu einer Entstellung führen.

Perücken Wellkamm ist zugelassener Partner aller Krankenkassen und übernimmt auf Wunsch die Beantragung der Kostenübernahme für Sie. Wir informieren Sie auch rechtzeitig über die Höhe der Übernahme der Anschaffungskosten einer Zweitfrisur. Diese fällt von Krankenkasse zu Krankenkasse sehr unterschiedlich aus. Die in jedem Fall erforderliche Zuzahlung des Patienten ist mit maximal 10 Euro vernachlässigbar gering.

Pflege und Schutz Ihrer Kopfhaut

Durch die Chemotherapie ist die Kopfhaut sehr empfindlich und muss mehr als sonst vor Umwelteinflüssen geschützt werden. Falls Sie weder Perücke noch Kopfbedeckung tragen, ist das Auftragen von Sonnenschutzcreme oder ähnliches unverzichtbar. Darüber hinaus kommt es durch das Fehlen der Kopfbehaarung durch einen starken Wärmeverlust. Zusammen mit der Schwächung des Abwehrsystems durch die Chemotherapie begünstigt dies Erkältungen. Um dies zu vermeiden, sollten Sie immer eine wärmende Kopfbedeckung bei sich haben und gegebenenfalls auch in der Nacht tragen.

Verschiedene Stellen, wie zum Beispiel Selbsthilfegruppen oder Fachkliniken, bieten lohnende Kosmetikkurse für Krebspatientinnen an. In ihnen erfolgt die Vermittlung von Schminktechniken und vielen Tipps, wie Sie sich in dieser herausfordernden Zeit attraktiv fühlen können.